Welche Erfolge hat Blickkontakt erzielt?
Blickkontakt versucht mit Öffentlichkeitsarbeit, Information und Beratung,
durch Mitwirkung bei Arbeitsgruppen, behindertenpolitische Arbeit sowie durch
zahlreiche Projekte und Initiativen, blinden und sehbehinderten Menschen eine chancengleiche und gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen:
- 1993 Erstmaliges Erscheinen der Kassettenzeitschrift Blickkontakt-News;
- 1993 Durchführung einer Bürgerinitiative zum Bundespflegegeldgesetz, um diskriminierende Stigmatisierungen zu verhindern;
- 1994 Produktion eines Museumsführers in Blindenschrift für das Naturhistorische Museum;
- 1994 Beginn des sogenannten Schulprojekts
(Projektunterricht in Kindergärten, Schulen, Berufsbildungslehrgängen zum Thema Sehbehinderung/Blindheit);
- 1994 Verkehrskonzept, Teil 1
(Blinden- und Sehbehindertenfreundliche U-Bahn);
- 1995 Seminar "Blindheit in Schule und Familie" mit Kassettenedition der Referate zu den Themen Sonderschule contra Integration, Familienplanung und genetische Beratung, Adoption durch blinde Eltern ...;
- 1995 Veranstaltung "DIALOG IM DUNKELN" im Wiener Messepalast;
- 1995 Verkehrskonzept, Teil 2;
- 1996 Produktion einer Kassettenbroschüre "EU-INFO" anläßlich der EU-Volksabstimmung;
- 1996 Beginn des Projekts Pedalkontakt
(Tandemausfahrten mit Jugendstraftätern der Strafanstalt Gerasdorf);
- 1996 Produktion der tastbaren U-Bahn-Strecken- und -Stationspläne
(Teil 1);
- 1996 Beginn des Projekts "Speisekarten in Blindenschrift";
- 1997 Produktion der tastbaren U-Bahn-Strecken- und –Stationspläne
(Teil 2);
- 1997 Beginn der Clubabende und Kulturevents;
- 1997 Massives Engagement bei der Menschenrechtsbewegung zur Schaffung eines Behindertengleichstellungsgesetzes und eines verfassungsrechtlichen Benachteiligungsverbotes;
- 1998 Produktion der tastbaren U-Bahn-Strecken- und –Stationspläne
(Teil 3);
- 1998 Beginn einer Initiative zur Berufsaus- und -weiterbildung;
- 1998 Beginn des Blickkontakt Begleitservice, das sind vom Verein vermittelte AssistentInnen für Wege zu Ämtern, Behörden, zum Arzt, zum Einkaufen, zum Spazierengehen, ins Theater etc;
- 1999 Produktion des Gastronomieführers betreffend Lokale mit Blindenschriftspeisekarten mit Wegbeschreibungen auf Kassette;
- 1999 Mitarbeit an den Arbeitsgruppen zur Durchforstung des Bundesrechts nach behindertendiskriminierenden Bestimmungen und des Wiener Landesrechts nach behindertendiskriminierenden Bestimmungen;
- 1999 Beteiligung an der Selbstbestimmt-Leben-Bewegung;
- 2000 Veranstaltungen zu Themen der Berufsaus- und -weiterbildung bzw. Problemen im Beruf stehender blinder und sehbehinderter Menschen;
- 2000 "Gespräche im Dunkeln" an der Volkshochschule Meidling;
- 2000 Gründung der Österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Verkehrssicherheit visuell behinderter Menschen (ÖAVV);
- 2001 Beginn des Projektes Berufsausbildungsatlas für behinderte Menschen;
- 2001 Beteiligung an der Arbeitsgruppe "Behinderte Menschen im Krankenhaus und anderen Gesundheitseinrichtungen";
- 2001 Beteiligung an der Selbsthilfegruppenmesse "Jeder für Jeden" im Wiener Rathaus;
- 2001 Beginn der Umsetzung des Projekts
Tastbare Wiener Stadtpläne für blinde und sehbehinderte Menschen in Zusammenarbeit mit dem Bundes-Blindenerziehungsinstitut Wien;
- 2001 Mitwirkung in der von den Interessensvertretungen behinderter Menschen begründeten Bioethikkommission;
2002 Stellungnahme zur Urheberrechtsgesetz-Novelle 2002, die immer noch
behindertendiskriminierend wirkt.
2002 Mitbegründung des "Forum
Gleichstellung".
2002 Begründung und Vorsitzführung des
"Komitee Behindertengleichstellung in Wien", das auch einen
"Bericht zur Lage der Behindertengleichstellung in Wien - Iststand und
Notwendigkeiten" im Herbst 2002 präsentierte.
2002 Mitarbeit in der
Arbeitsgruppe "Bauordnung" des Landes Wien.
2002 Blickkontakt
erklärt den "Tag des weißen Stockes" am 15.10.2002 zum
"Aktionstag gegen Behindertendiskriminierungen" und demonstriert mit
einem Megaphonwagen in der Wiener Innenstadt; der
Aktionstag war ein großer Erfolg.
2003 Mitbegründung der "Bewegung Artikel 7" und Organisierung des sog.
"Gleichstellungskonvoi",
einem
Auto-Demonstrationszug, der von der UNO-City über die Reichsbrücke, den
Praterstern und die Ringstraße bis zum Bundeskanzleramt am Ballhausplatz fuhr,
um dort eine Petition für ein Behindertengleichstellungsgesetz zu
übergeben.
2003 Beteiligung am wöchentlich abgehaltenen
"Pflegegeld-Stammtisch" im Cafe Landtmann mit dem Ziel, das Pflegegeld
zu bewahren und die immer wieder geäußerte Umwandlung in Schecks oder
Sachleistungen zu verhindern.
2003 Abgabe von Stellungnahmen zum Entwurf eines e-Government-Gesetzes und
zur Wiener Bauordnungsnovelle.
2003 Mitarbeit in der Arbeitsgruppe der
Bundesregierung zur Schaffung eines Behindertengleichstellungsgesetzes und
Miterarbeitung eines Behindertengleichstellungsgesetzentwurfes im Rahmen des
"Forum Gleichstellung".
2003 Mitwirkung an den Aktionstagen des Österreichischen
Zivilinvalidenverbandes im Wiener Museumsquartier sowie an der Tagung des
Karl-Renner-Instituts "Get
on bord - Mehr Chancen für Menschen mit Behinderung".
2003 Veranstaltung der
Enquete "Barrieren behindern Leben"
in Zusammenarbeit mit dem Verein
BIZEPS und der Caritas Wien; Kernthema waren die wirtschaftlichen Aspekte der
Behindertengleichstellung.
2003 Mag. Michael Krispl wird für Blickkontakt
als Delegierter zum Europäischen Parlament der behinderten Menschen
zur
Parlamentssitzung in Brüssel entsandt und widmete seine Rede
entsprechend dem Motto "Nothing about us without us!" der Forderung
nach einer allgemeinen Behindertengleichstellungsrichtlinie der EU.
2003 Referat von Mag. Michael Krispl als einer von sieben
Behindertenvertretern beim Österreich-Konvent im Parlament.
2004 Erarbeitung einer umfangreichen Stellungnahme zum
Vorbegutachtungsentwurf wie zum offiziellen Begutachtungsentwurf für ein
Gleichstellungspaket des Sozialministeriums für das "Forum
Gleichstellung".
2004 Mitwirkung bei der Veranstaltung "Drei Plätze, sechs Sinne".
2004
Stellungnahme zur StVO-Novelle 2004, die keine Forderung, die von den
Interessenvertretungen sehbehinderter und blinder Menschen in den letzten Jahren
geäußert wurde, berücksichtigt.
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